Als Beispiel kann hier die Solar-Offensive des Main-Kinzig-Kreis dienen, jedoch sollte sich die Initiative des Main-Taunus-Kreis nicht nur auf Solar-Energie beschränken.
Begründung:
Die „Energiewende vor Ort“ kann nur gelingen, wenn nicht nur öffentliche Körperschaften, Industrie und Wissenschaft einbezogen werden, sondern alle Menschen. Der Kreistag des MTK setzt sich deshalb für rasche praktische Taten im Main-Taunus-Kreis und praxisnahe Offensiven ein, die eine Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an der Energiewende ermöglichen.
Eine Initiative in dieser Richtung gibt es bereits im Main-Kinzig-Kreis mit der dortigen „Solaroffensive“. Diese Offensive, welche vom Main-Kinzig-Kreis gemeinsam mit regionalen Banken und der dortigen Kreishandwerkerschaft ins Leben gerufen wurde, ist sehr erfolgreich. Laut Presseberichten vom Herbst 2011 wurde seit dem Sommer 2011 schon die Finanzierung von 34 Anlagen ermöglicht und die Planung von 15 weiteren bewirkt. Eine solche Offensive, die sich nicht nur auf Solarstrom beschränkt, sondern auch andere Formen regenerativer Energie-Erzeugung fördert, würde den Main-Taunus-Kreis ein gutes Stück auch bezüglich nachhaltiger Investitionen – öffentlich wie privat – voranbringen. Im Main-Taunus-Kreis gibt es bereits Finanzinstitute, welche sehr aufgeschlossen sind für diese Zukunftstechnologien, über entsprechendes Know-How verfügen - und sich auch bereits praktisch bei Solar-Projekten engagieren.
Wichtig für ist dabei, dass zur Information über technische Fragen auch die Information über die wirtschaftlichen und finanziellen Bedingungen kommt, das bedeutet:
• Händlerunabhängige (Vorab-)Beratung; diese könnte z. B. durch das Energie-BeratungsZentrum des MTK erfolgen.
• Mitmach- und Beteiligungsmöglichkeiten für BürgerInnen, welche als „Häusle-Besitzer“ kein geeignetes Dach haben oder auch als Mieter einen Beitrag leisten wollen, d.h. Beteiligung mit einem Sachwert zur regenerativen Energieerzeugung in der Region (Photovoltaik-, Windkraft- oder Wasserkraftanlage) Mitgliedschaft in einer (Solar- oder sonstigen Energie-) Genossenschaft;
• Arbeits- und lebensnahe Anwendungsbeispiele für regenerative Energie-gewinnung;
• qualifizierte Finanzierungs-Beratung und Unterstützung durch regionale Banken oder Sparkassen sowohl für private Bauherren als auch für Gewerbetreibende und Handwerker.
Das hier vorgeschlagene Konzept ist ein bereits jetzt umsetzbarer Bestandteil eines umfassenden Energiekonzeptes (i. b. mit Energie-Effizienz-Strategien und Strategien zur Erhöhung der Produktion von Regenerativer Energien im MTK) und unterstützt die von der Landesregierung Hessen verkündete Informations- und Werbearbeit zur Umsetzung der Ziele des Energiegipfels Hessen 2011.
„Wer gut informiert ist, kann klüger handeln. Deshalb informieren, beraten und fördern wir Bürger, Kommunen, Unternehmen und Betriebe in den Themenbereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz“, sagte Puttrich. (Presse-Mitteilung vom 24.01.2012)

