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19.04.2017|Kelkheim (Pressemitteilung)

Zukunft des ÖPNV mit Landratskandidat Einhaus

Mitten in die größte offene Baustelle des ÖPNV in Kelkheim hatte die SPD zum Themenabend „Zukunft des ÖPNV“ mit SPD-Landratskandidat Georg Einhaus in das Restaurant My Thai im Bahnhof Mitte geladen. In Sichtweite zur Brachfläche in der Altkönigstraße, wo die SPD seit langem ein P+R-Parkhaus errichten möchte, ging es schnell um die zentralen Anliegen: „Wenn wir die Verkehrsbelastung in der Kelkheimer Innenstadt spürbar reduzieren wollen, brauchen wir ein umfassendes Konzept, um die Attraktivität des ÖPNV zu steigern und mehr Menschen zum Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu motivieren. In dessen Mittelpunkt muss der Bahnhof Mitte stehen, mit sicheren Pendlerparkplätzen – das muss bei der Erschließung des Grundstücks in der Altkönigstraße mangels Alternativen absoluten Vorrang haben, einem besseren und sicheren Zugang zum Bahnsteig aus allen Richtungen und die weitere Erhöhung des Verbindungsangebotes“, erläutert der SPD-Vorsitzende Kalle Debus die Situation vor Ort. Das von der Stadt in Aussicht gestellte Gutachten erwarte er mit Spannung, mahnt aber auch: „Wir stehen der Diskussion der Ergebnisse in jedem Falle offen gegenüber, fordern aber die konsequente Einbeziehung der Bürgerinnen und Bürger in die Entscheidungen.“


Die Verbindungen, insbesondere die Bus-Querverbindungen im Ostkreis, will auch Georg Einhaus deutlich ausbauen: „Es kann nicht sein, dass zwischen Nachbarstädten im Kreis oder sogar Ortsteilen keine adäquate Verbindung mit Bus oder Bahn besteht und man weite Umwege in Kauf nehmen muss, die das Angebot unattraktiv machen. Auch bei der Abstimmung der einzelnen Linien aufeinander gibt es Handlungsbedarf, um Umsteigezeiten zu reduzieren.“ Die Kelkheimer SPD-Fraktionsvorsitzende Julia Ostrowicki greift dies auf und schlägt eine Ringlinie von Expressbussen zur schnellen Verbindung der Ortskerne und Bahnhöfe von Kelkheim und umliegenden Gemeinden vor: „Hier besteht wirklich dringender Bedarf. Wir sind uns sicher, dass ein solches Angebot begeistert aufgegriffen würde und allen beteiligten Städten große Vorteilen brächte. Es kann doch nicht sein, dass ich für eine Strecke, die mit dem Auto 10 Minuten dauert, mit dem Bus dann mehr als viermal so lange brauche. So ist der ÖPNV keine ernstzunehmende Alternative“ Das bestätigt Georg Einhaus und kann sich solche Angebote ebenfalls gut vorstellen. Ohnehin wolle er den Busbetrieb im Kreis aufwerten und wieder enger an die Bürgerinnen und Bürger und ihre Bedürfnisse heranführen. Auch um chaotische Zustände wie beim Fahrplanwechsel der MTV zum Jahreswechsel künftig zu vermeiden. Die Kreisspitze um den amtierenden Landrat Michael Cyriax habe hier zu wenig getan und bei der Vergabe der Linien zu wenig auf Qualität geachtet, kritisiert Einhaus. Nach seinen Vorstellungen solle die MTV von einer reinen Verwaltungs- zu einer vollwertigen Mobilitätsgesellschaft entwickelt werden, die auch selbst im ÖPNV aktiv werden könnte. Dann könnte auch die von Einhaus vorgeschlagene Quote von 20 Prozent Elektrobussen in den nächsten sechs Jahren leichter umgesetzt werden.
Einhaus schlägt dazu weitere Maßnahmen für eine CO2-freie Mobilität vor: „Als Landrat möchte ich 1200 Miet-Bikes im Kreis bereitstellen, darunter auch E-Bikes. Sie sollen in Kooperation mit Anbietern wie „Call a Bike“ der Deutschen Bahn an öffentlichen Plätzen im Kreis, wie Schulen, Rathäusern, Bahnhöfen für Jedermann bereitstehen. Zusammen mit den von der SPD-Kreistagsfraktion vorangebrachten Radschnellwegen im Kreis können sie für viele Menschen im Kreis endlich eine wirklich praktikable Alternative zum Auto bieten.“ Josef Bergmann von der Kelkheimer SPD betont, dass auch die innerstädtischen Radwege verbessert werden sollten, denn hier gäbe es in Kelkheim großen Handlungsbedarf.
Das Thema Fahrgastbeirat bei der MTV wurde von einem anwesenden Vertreter des Fahrgastverbands Pro Bahn ins Gespräch gebracht. Die Einrichtung eines solchen habe Die Linke mit einem Antrag in der letzten Kreistagssitzung gefordert, der von der SPD-Kreistagsfraktion unterstützt, jedoch mit der Mehrheit der Kreiskoalition aus CDU, FDP und Grünen abgelehnt wurde. Auch hier müsse man nah am Bürger sein, pflichtet Einhaus bei: „Die Stimme der Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV muss ein entscheidendes Qualitätskriterium sein. Die Verantwortlichen dürfen sich hier nicht wegducken. Sie müssen es ermöglichen, dass die Betroffenen organisiert ihre Meinung in die Prozesse einbringen können.“

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