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12.10.2018|Pressemitteilung der Hattersheimer SPD-Fraktion

Verkehrsgutachten für Ölmühle – SPD fordert Qualitätskontrolle durch Zweitgutachter

Die Hattersheimer SPD-Fraktion fordert eine Überprüfung des vom Investor bestellten Verkehrsgutachtens für das Neubaugebiet Ölmühle durch einen unabhängigen Zweitgutachter. Das vom Investor beauftragte und bezahlte Gutachten lässt aus Sicht der SPD einige Fragen offen. So wurden beispielsweise Verkehrszählungsdaten aus dem Jahr 2015 verwendet, anstatt neue Zählungen zu veranlassen. Während der Verkehrszählung im Juli 2015 war die Autoberg-Brücke gesperrt, so dass die Zählung nicht den Normalzustand abbildet.

Die SPD kritisiert, dass keine Verkehrszählung für das Neubaugebiet Ölmühle durchgeführt wurde, sondern auf alte Zahlen zurückgegriffen wurde. Noch kritischer sieht die SPD jedoch, dass das vorgelegte Gutachten andere aktuelle relevante Bauvorhaben im Stadtgebiet nicht in Betracht zieht, die Auswirkungen auf den Verkehr auf dem Hessendamm und dem Kreisel auf Höhe Südring und Voltastrasse haben. SPD-Fraktionsvorsitzender Marek Meyer benennt konkret: „In Okriftel wird die Phrix in ein Wohnviertel umgebaut, in der Voltastrasse entsteht auf dem ehemaligen Wellpappe-Gelände ein weiteres Wohngebiet, und die Firma e-Shelter baut in der Voltastrasse neben dem Rechenzentrum auch ein Verwaltungsgebäude mit vielen Büroarbeitsplätzen. Auf diese Vorhaben geht das vom Ölmühlen-Investor bezahlte Gutachten überhaupt nicht ein.

 

“ Stattdessen geht das Verkehrsgutachten des Investors von einer allgemeinen Steigerung des Verkehrsaufkommens von 2,5% aus. Die SPD hat Zweifel, ob die gewählte Methodik die reale Verkehrsentwicklung hinreichend genau abbildet. Aus diesem Grund fordert die SPD, dass der Magistrat das vom Investor vorgelegte Gutachten durch einen unabhängigen Zweitgutachter prüfen lässt. SPD-Fraktionsvorsitzender Meyer begründet die Forderung: „Sollten wir erst nach dem Bau des neuen Wohngebiets feststellen, dass die vom Investor vorgelegten Berechnungen zu optimistisch waren, dann hat die Stadt keinen Handlungsspielraum mehr und die Bürger stehen jeden Morgen und Abend im Stau. Deshalb ist es besser, vor Baubeginn eine Qualitätskontrolle durchzuführen“.

 

Auch bei der Bedarfsberechnung der PKW-Stellplätze im neuen Baugebiet hat die SPD Zweifel, ob diese ausreichen. Ein Mangel an Stellplätzen könnte später dazu führen, dass Bewohner und Besucher des neuen Baugebiets zum Parken auf Parkplätze in angrenzenden Wohngebieten ausweichen.

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