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07.12.2018|Pressemitteilung SPD Flörsheim am Main

SPD bezieht Stellung zur Kita Pusteblume

Die Zustände in Weilbachs städtischer Kindertagesstätte Pusteblume sind seit Jahren dramatisch. In einem Stockwerk müssen sich 50 Kinder mit 3 Toiletten begnügen, einen Turn- und Mehrzweckraum oder Ruheräume gibt es nicht und die U-3-Gruppe ist auch bei 38 Grad Celsius ohne nennenswerte Isolation im Dachgeschoss untergebracht. Das Außengelände ist zu klein und in einem desolaten Zustand, an Barrierefreiheit ist nicht zu denken. Für diese unzumutbaren Verhältnisse ist einzig und allein das Viererbündnis verantwortlich.

Die SPD Flörsheim hatte schon im Jahr 2014 Überlegungen des Bürgermeisters unterstützt, einen Planungsauftrag für den Um- und Ausbau der Kita zu vergeben. Dies wurde jedoch vom regierenden Viererbündnis abgelehnt. Ein Vorstoß im Ortsbeirat Weilbach im Frühjahr 2018, wenigstens im Istzustand des Gebäudes Optimierungen vorzunehmen, stieß beim Viererbündnis ebenfalls auf taube Ohren. Bereits einen SPD-Antrag, im städtischen Haushalt 2017 Gelder für einen Umbau zu einer Einrichtung mit fünf Gruppen einzustellen, hatte das Viererbündnis in Bausch und Bogen abgelehnt. Noch nicht einmal die Erweiterung des Außengeländes für kleines Geld auf ein benachbartes städtisches Garten-Grundstück wurde vom Viererbündnis im Jahr 2018 zugelassen; hier hätten die Kinder während der heißen Sommermonate wenigstens im Schatten von Bäumen und Sträuchern spielen können.

 

Alle Bemühungen der SPD-Fraktion zur Verbesserung der Zustände im Umfeld der Kita Pusteblume wurden vom Viererbündnis systematisch zunichte gemacht. Nunmehr gibt es vom Viererbündnis einen Antrag im Stadtparlament, der eine Erweiterung der Kita zu einer fünfgruppigen Einrichtung unter ähnlichen Bedingungen vorsieht. „Kaum hat der neue Bürgermeister sein Amt angetreten, lösen die unhaltbaren Zustände in der Kita Pusteblume beim Viererbündnis Aktivität aus. Dass offensichtliche Partei-Interessen dringende Verbesserungen für die Kinder, Eltern und Erzieher in der Kita über Jahre unnötig in die Länge ziehen, macht mich traurig. Dabei ist nicht erkennbar, dass die Vorschläge des Viererbündnisses, die jetzt auf den Tisch gelegt werden, überhaupt umsetzbar sind. Hier fehlt noch der Nachweis der Machbarkeit,“ so die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Melanie Ernst. Dabei war bereits im Jahr 2014 eine Machbarkeitsstudie für einen Um- und Erweiterungsbau erstellt worden. Sie belegte übrigens schon damals, dass die jetzige Lösung des Viererbündnisses kaum umsetzbar sein dürfte. In den Folgejahren waren ausreichende Mittel für die Planungskosten im Haushalt vorgesehen. Im Jahr 2016 wurde bereits ein Zuschuss in Höhe von ca. 1,5 Mio € aus dem Regionalfond beantragt und genehmigt. Der Anspruch auf diese Mittel ist natürlich zwischenzeitlich längst verfallen, weil sie nicht abgerufen wurden.

 

„Schade, dass die Kinder und Eltern und auch das Personal der Kita Pusteblume so viele Jahre unnötig auf eine Verbesserung der Verhältnisse warten müssen. Das wäre nicht nötig gewesen. Jetzt werden wohl noch viele Jahre ins Land gehen, bis eine akzeptable Lösung für die vielen Probleme der Einrichtung geschaffen wird“, stellt Melanie Ernst bedauernd fest.

 

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