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05.05.2019|SPD Schwalbach (Pressemitteilung)

Europa im Dialog: Dr. Katarina Barley in Schwalbach am Taunus

Auf Einladung der SPD Schwalbach in Zusammenarbeit mit der SPD Main-Taunus, war die Spitzenkandidatin der SPD zur Europawahl Dr. Katarina Barley gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Marco van den Berg am 25. April in Schwalbach am Taunus. Der große Saal des Bürgerhauses war gefüllt mit rund 300 interessierten Bürgerinnen und Bürgern und SPD Mitgliedern aus allen Städten des Main-Taunus-Kreises.

Die Ortsvereinsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Nancy Faeser eröffnete den Abend und hieß die Spitzenkandidatin zur Europawahl herzlich willkommen und bedankte sich bei den Bürgerinnen und Bürger für das große Interesse an der Veranstaltung. Faeser hob bei der Vorstellung die Tatsache hervor, dass erstmalig bei einer Europawahl ein amtierendes Mitglied der Bundesregierung aus einem Amt heraus für das Europaparlament kandidiere. Dr. Katarina Barley ist amtierende Bundesministerin für Justiz und Verbraucherschutz. Dieses Amt gebe sie für ein Mandat im Europaparlament auf. Dies, so die Schwalbacher Landtagsabgeordnete, sei eine besondere Form der Wertschätzung für Europa.

 

Katarina Barley führte sehr persönlich in das Thema des Abends ein. Sie beschrieb, dass ihr Vater als Brite und die deutsche Mutter ihr Leben als Europäerin sehr geprägt haben. Sie wuchs zweisprachig auf und heiratete einen Mann, der Halbspanier und Halbniederländer ist. Mit ihm habe sie zwei Söhne, die Großeltern aus vier Nationen haben. Mehr Europa, so Barley launig, ginge in einer Familie nicht.

Nach einer kurzweiligen Einführung Barleys eröffnete Nancy Faeser die Diskussion mit ihr. Zunächst beschrieb Faeser, dass die gemeinsame Wirtschaftspolitik innerhalb der EU durchaus gelänge, aber die Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik noch einen langen Weg vor sich hätte. Die Spitzenkandidatin für die Europawahl verwies auf den Erfolg der Entsenderichtlinie, wodurch alle Arbeitnehmer für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn bekommen sollen. Das sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Aber es sei auch ein gesetzlicher Mindestlohn innerhalb der Mitgliedsstaaten erforderlich, um die Ausbeutung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zu bekämpfen.

Barley und Faeser hoben im weiteren Verlauf die wichtige integrative Arbeit der Städtepartnerschaften hervor. Sie betonten, dass jeder einzelne gegen die Gefahr von rechts im privaten wie im beruflichen Umfeld vorgehen müsse.

Katarina Barley betonte die friedenspolitische Leistung Europas. Ohne ein starkes Europa sei man in einer globalisierten Welt verloren.

Eine weitere wichtige Rolle spiele auch die gemeinsame Klimaschutzpolitik, die die SPD im Europawahlkampf nach vorne stelle. Nur gemeinsam könne eine Reduzierung der CO2-Werte und der Umstieg in Erneuerbare Energien gelingen. Auch die Durchsetzung von einem wirksamen Plastikverbot, dort wo es möglich sei, werde nur mit einer starken EU erfolgreich sein. Viele Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der anschließenden publikumsoffenen Diskussion mit den beiden Politikerinnen.

 

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