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05.05.2018|Pressemitteilung SPD Flörsheim am Main

Erinnern auf Augenhöhe - SPD weiter gegen Stolpersteine

Die Flörsheimer Sozialdemokraten lehnen das Verlegen der sogenannten Stolper-steine in Flörsheim weiterhin ab. „Das Erinnern und Gedenken an das Schicksal der jüdischen Bürger, die im Holocaust umkamen, ist ein sehr sensibles Thema.

Es sollte deshalb im Konsens mit allen politischen Kräften in Flörsheim und den Bürgern die sich mit der Aufarbeitung der jüdischen Vergangenheit in Flörsheim beschäftigen, geregelt werden. Genau das ist bei der jetzt beabsichtigten Stolpersteinaktion nicht der Fall. Deshalb bleibt es bei unserer Ablehnung“, erklärte der Flörsheimer SPD-Vorsitzende Gerd Mehler.

Vor einigen Jahren sei das Thema monatelang in einem interfraktionellen Arbeits-kreis behandelt worden. Einvernehmlich habe man sich damals gegen die Stolpersteine ausgesprochen. “Stattdessen hat man sich für ein Erinnern und Gedenken auf Augenhöhe und nicht unter den Füßen ausgesprochen. Deshalb wurden an verschiedenen Stellen Gedenktafeln angebracht und es gibt immer wieder Gedenkveranstaltungen, so im Verlauf dieses Jahres zum 300. Jahrestag der Flörsheimer Synagoge. Das ist für uns der richtige Weg“, so Gerd Mehler. Die Sozialdemokraten verweisen auch auf ein Interview, das Werner Schiele, der seit Jahren maßgeblich die jüdische Geschichte in Flörsheim erforscht, gegeben hat und in dem er sich ganz klar gegen Stolpersteine ausgesprochen hat. Auch maßgebliche jüdische Vertreter wie etwa der Verein Respect & Remember e.V. lehnten Stolper-steine ab.

Die Flörsheimer SPD stößt sich auch an einer Formulierung in der Satzung des Vereins „Stolpersteine Flörsheim e. V.“ Dort steht unter 1.4: „Der Verein steht unter der Schirmherrschaft der Wählergemeinschaft dfb, die freien Bürger der Stadt Flörsheim am Main.“ „Auch wenn in der Satzung weiter hinten die Unabhängigkeit des Vereins behauptet wird, ist es wohl einmalig, dass die Schirmherrschaft einer politischen Gruppierung in der Satzung geregelt ist. Von Konsens und Gemeinsamkeit kann da keine Rede sein“, kritisiert Gerd Mehler.

Verwundert ist man bei der SPD auch über das Engagement des Bürgermeisterkandidaten Blisch. Er, der Gemeinsamkeit auf seine Fahnen geschrieben habe, gebe sich für eine Aktion her, die nicht im Konsens stehe und einseitig von den freien Bürgern geprägt sei. Die Gemeinsamkeit sei da ja wohl eher ein wahltaktisches Lippenbekenntnis, stellen die Sozialdemokraten abschließend fest.

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