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12.02.2018|SPD Bad Soden (Nachruf)

Die SPD Bad Soden nimmt Abschied von Karl Thumser

Die SPD Bad Soden ist zutiefst betroffen vom Tod ihres Ehrenvorsitzenden Karl Thumser, der am vergangenen Freitag nach langer und schwerer Krankheit im Alter von 69 Jahren verstorben ist. Über 50 Jahre verkörperte er die SPD in unserer Stadt. Er hinterlässt eine große Lücke, als Mensch und als Politiker. Bis zuletzt war Karl Thumser Identifikationsfigur und Stützpfeiler für die SPD - in seinem geliebten Neuenhain, in der Stadt Bad Soden und im Main-Taunus-Kreis. Karl Thumser - schon von Krankheit gezeichnet – hatte seit vergangenem Oktober als Erster Stadtrat kommissarisch die Geschäfte der Stadt Bad Soden übernommen. Seiner Heimatstadt diente er bis zuletzt mit bewundernswerter Disziplin und der ihm eigenen Verlässlichkeit.

Seine politische Laufbahn ist gekennzeichnet von vielen Wegmarken auf kommunaler Ebene und im Kreis. In die SPD trat er 1965 ein. Im Alter von 25 Jahren zog er erstmals in die Gemeindevertretung Neuenhain ein. Nach der Eingemeindung von Neuenhain wurde er in die Stadtverordnetenversammlung von Bad Soden gewählt. Auch auf Kreisebene war sein Sachverstand gefragt. 1981 wurde er Mitglied im Kreistag und übernahm dort für über 25 Jahre den Vorsitz der SPD-Fraktion. Von 1992 bis 2011 war er SPD-Fraktionsvorsitzender im Stadtparlament. Als Stadtverordneter war Karl Thumser lange Jahre Vorsitzender des Bauausschusses. 1997 kandidierte er bei der Bürgermeisterwahl und holte in seinem Ortsteil Neuenhain die absolute Mehrheit, unterlag in der gesamten Stadt hingegen knapp gegen Kurt Bender. 2011 wurde Karl Thumser zum Ersten Stadtrat Bad Sodens gewählt und war vor allem für den Bereich Planen und Bauen verantwortlich.

Karl Thumser hat viele Projekte in unserer Kommune angeschoben und maßgeblich vorangetrieben wie das Stadtentwicklungskonzept. Bei dem Zusammenwachsen der Stadtteile nach der Gebietsreform hat er integrierend und ausgleichend gewirkt. Er forcierte die Entwicklung des Krankenhauses zur Main-Taunus-Klinik. Wie sehr ihm die Kindergärten im Stadtgebiet am Herzen lagen, wurde etwa beim Bau der Kindertagesstätten in der Schubertstraße und in Neuenhain an der evangelischen Kirche deutlich. Er argumentierte immer fundiert und war umfassend informiert über den jeweiligen Entwicklungsstand. Die Fertigstellung der Straßenbaumaßnahmen in Neuenhain und Altenhain noch zu erleben, wäre ihm eine Freude gewesen.

Seine Art von Politik zeichnete sich dadurch aus, dass er immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Bürger hatte. Er war stets präsent und immer engagiert. Ganz im Sinne von bürgernaher Politik stand er bei anstehenden Projekten dafür ein, die Öffentlichkeit frühzeitig miteinzubeziehen. Als Pragmatiker regelte er Dinge, die an ihn herangetragen wurden, rasch und ohne großes Aufhebens. Mit seiner unaufgeregten Art genoss er großes Vertrauen in der Bevölkerung. Er war nicht nur Ratgeber und Freund, sondern hat vielen Menschen geholfen, die sich mit einem Anliegen an ihn wandten.

Karl Thumser warb nicht nur für ehrenamtliches Engagement, sondern lebte es auch persönlich vor. Er engagierte sich unter anderem beim Neuenhainer Heimatgeschichtsverein und beim Obst- und Gartenbauverein. Besondere Freude machten ihm seine Hobbys, die Pflege seiner Streuobstwiesen und das Keltern hausgemachten Apfelweins. Lebhaft steht uns noch vor Augen, wie er beim Herbstmarkt frischgepressten Apfelsaft ausschenkte oder wie er als Ehrenkerbeborsch beim Kerbeumzug seinen alten Traktor durch Neuenhain lenkte. Viele Bürger mochten ihn, nicht zuletzt wegen seiner authentischen Art, seiner Bodenständigkeit und Heimatverbundenheit.

Unsere Gedanken sind nun bei seinen Angehörigen, vor allem seiner Frau Hannelore. Wir werden das Andenken an unseren verdienten Genossen Karl Thumser in Ehren bewahren und uns gerne und voller Dankbarkeit an die schönen gemeinsamen Zeiten erinnern. Der Abschied von "Kalli" fällt schwer. Wir sehen in seiner politischen Lebensleistung den Auftrag, dieses Erbe fortzuführen und sozialdemokratische Politik auch künftig in unserer Stadt deutlich sichtbar zu machen.

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