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29.09.2018|Kelkheim (Pressemitteilung der Jusos)

„Das ist viel zu wenig für die Pendlerinnen und Pendler“

Jusos Kelkheim kritisieren die vom Kreisbeigeordneten Johannes Baron angekündigten Neuerungen zur K-Bahn (RB 12) als unzureichend. Dass nun bei nur drei Zugverbindungen – außerhalb der Kern-Stoßzeiten – mehr Waggons in Aussicht gestellt würden, sei indiskutabel und die avisierte Planung des 15-Minuten-Taktes erst für 2022 einfach nur schwach.

K-Bahn am Bahnhof Kelkheim-Mitte

K-Bahn am Bahnhof Kelkheim-Mitte

„Als regelmäßige Nutzer der K-Bahn haben wir wie viele andere auch da deutlich mehr erwartet. Die angekündigten Schritte des RMV werden die Situation der Pendlerinnen und Pendler bei der K-Bahn kaum verbessern“, ärgert sich Katrin Wagner, Vorsitzende der Jusos Kelkheim, und wundert sich: „Mehr Waggons soll es ab dem 15. Oktober nur bei täglich drei Verbindungen geben, und dann noch außerhalb der schlimmsten Pendler-Stoßzeiten, wo sie nicht einmal dringend benötigt werden. Da kann man nur mit dem Kopf schütteln. Das bringt keinen Fortschritt.“ Seit Jahren fordert die Nachwuchsorganisation der SPD in Kelkheim eine bessere Zugverbindung nach Frankfurt. Anfang des Jahres hatte die Kelkheimer SPD-Fraktion einen neuerlichen Antrag zur Verbesserung des Angebots der K-Bahn gestellt.
Nicht nachvollziehbar sei die zögerliche Haltung des Kreises: „Wir haben uns von Verkehrsdezernent Baron (FDP) wirklich mehr Einsatz erhofft. Dreimal am Tag mehr Waggons und mehr Verbindungen mit dem 15-Minuten-Takt bis Kelkheim erst 2022, wenn überhaupt. Das ist viel zu wenig. Man kann ihm aber wenigstens nicht vorwerfen, dies sei zwei Wochen vor der Landtagswahl ein Wahlkampfgeschenk“, spottet Moritz Löw, Vorsitzender der Jusos Kelkheim, über die seiner Meinung nach völlig unzureichende Neuerung.
Weiterhin komme es zu massiven Problemen auf der Strecke: „Es ist einfach unverständlich, warum in den Stoßzeiten Kurzzüge eingesetzt werden und in den Randzeiten dafür lange Züge fahren, in denen kaum jemand sitzt“, rätselt Lisa Henties von den Jusos Kelkheim über die Planungen des RMV und ergänzt: „Weiterhin kommt es vor, dass an einigen Stationen niemand mehr zusteigen kann. So kann das nicht weitergehen!“
Die Jusos befürchten, dass ein solches unzuverlässiges und unattraktive Angebot auf der Bahnstrecke Königstein-Frankfurt viele Pendlerinnen und Pendler abschreckt und wieder zurück zum Auto treibt. „Damit erweist man dem ÖPNV einen Bärendienst. So kann die Verkehrswende nicht gelingen. Wer kein attraktives Angebot schafft, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Autos weiterhin die Straßen verstopfen“, mahnt Marie-Kristin Baus, Stadtverordnete im Stadtparlament und weist darauf hin, dass sich in Kelkheim weiterhin nichts tue: Immer noch warten die Stadtverordneten auf den Bericht des Magistrats zur K-Bahn, der seit August vorliegen soll.

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